Sonnenkollektoren

Umwandlung von Sonnenenergie in Wärme

  • Absorber nehmen die Sonnenstrahlung auf und erwärmen die Solarflüssigkeit.
  • Bauformen: Flach- oder Röhrenkollektoren
  • Temperatur im Betrieb beispielsweise 40–100 °C; bei Stillstand deutlich höher
  • Einzelmodulgröße beispielsweise ca. 2,5 m²
  • Lebensdauer ca. 20–30 Jahre, abhängig von Qualität und Wartung

Sonnenenergienutzung

  • Ertrag abhängig von Ausrichtung, Neigung, Jahreszeit und Sonnenstand
  • Größter Anteil direkter Einstrahlung bei senkrechtem Lichteinfall auf die Kollektorfläche
  • Meist ergänzende Energiequelle für Heizung und Warmwasser
  • Bei üblichen Kombianlagen bis ca. 30 % des jährlichen Wärmebedarfs möglich; abhängig von Gebäude und Auslegung
  • Schneelast, Schneeabrutschen und Reinigung berücksichtigen
  • Bei Hausanlagen ist in der Regel keine Einspeisung in ein öffentliches Wärmenetz vorgesehen.
KI-generiertes Beispiel eines Hauses mit vier dunklen thermischen Flachkollektoren auf dem Ziegeldach
Thermische Sonnenkollektoren am Dach KI-generiertes BeispielbildVergrößern

Einstrahlwinkel und Sonnenenergie

φ ist die Abweichung des Sonnenstrahls von der Flächennormalen (senkrecht zur Kollektorfläche).

Kosinuskennlinie von 0 bis 90 Grad: bei 0 Grad beträgt der geometrische Faktor 1, bei 30 Grad 0,866, bei 60 Grad 0,5 und bei 90 Grad 0
Geometrischer Anteil der direkten EinstrahlungVergrößern
Winkel φ0°30°60°90°
Anteil100 %86,6 %50 %0 %

0° zur Normalen entspricht 90° zur Kollektorfläche. Die Kurve zeigt den geometrischen Einfluss; der tatsächliche Wärmeertrag hängt zusätzlich von Diffusstrahlung und Kollektorverlusten ab.

Notwendig sind

  • Solarkollektoren
  • Solarflüssigkeit
  • Wärmetauscher
  • Pufferspeicher:
    ca. 500 bis 2000 Liter
  • Solarkreispumpe
  • Gedämmte Verrohrung vom Dach zum Speicher
  • Ausdehnungsbehälter
  • Regelung und Sicherheitseinrichtungen

Die Speichergröße ist nach Kollektorfläche und Wärmebedarf auszulegen.

Neigung und Aufstellung

30°–35° können ein Ausgangspunkt sein. Die optimale Neigung hängt von Standort und Nutzung ab; für Heizungsunterstützung sind häufig steilere Kollektoren günstig.

Empfohlen: die optimale Neigung vor der Aufstellung ermitteln.

Fachinformation Solarthermie · Energieagentur Tirol

Schaubild

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